Wer schon einmal Take-away-Verpackungen mit der Aufschrift „umweltfreundlich“ oder „biologisch abbaubar“ gekauft hat, könnte meinen, damit einen großen Gefallen für die Umwelt zu tun. Doch als Experten, die Hunderte von Lieferketten in der Gastronomie geprüft haben, müssen wir ein Branchengeheimnis lüften: Der Begriff „biologisch abbaubar“ wird oft missbraucht, um billige Kunststoffe legal als umweltfreundlich darzustellen.
Wie erkennt man also, was wirklich gut für die Umwelt ist – und was nur ein Marketingtrick? Wir beantworten die häufigsten Fragen von Restaurantbesitzern zum Thema nachhaltige Verpackungen.
Worin besteht der Unterschied zwischen biologisch abbaubar und kompostierbar?
Das ist die häufigste Falle, in die Käufer tappen.
Biologisch abbaubar bedeutet lediglich, dass sich das Material mit der Zeit zersetzt. Streng genommen ist sogar herkömmlicher, erdölbasierter Kunststoff nach 500 Jahren biologisch abbaubar! Er zerfällt dann in schädliche Mikroplastikpartikel, nicht in Erde.
Kompostierbarkeit hingegen ist ein strenger wissenschaftlicher Standard (wie ASTM D6400). Das bedeutet, dass sich das Produkt innerhalb eines bestimmten Zeitraums – üblicherweise 90 bis 180 Tage – in organischen, nährstoffreichen Boden (Biomasse, Wasser und CO₂) zersetzen muss und dabei absolut keine giftigen Rückstände hinterlässt.
Welches Material ist zu 100 % biologisch abbaubar und kompostierbar?

Wer Mikroplastik vollständig vermeiden möchte, benötigt Verpackungen aus organischen Pflanzenmaterialien. Die beiden besten Optionen für die Gastronomie sind:
PLA (Polymilchsäure): Ein Biokunststoff aus fermentierter Maisstärke. Er sieht aus wie durchsichtiger Kunststoff, ist aber zu 100 % kompostierbar. (Ideal für Kaltgetränkebecher!)
Zuckerrohrbagasse : Eine natürliche, geformte Faser aus Zuckerrohrresten. Sie fühlt sich an wie hochwertiger Karton, ist aber hitzebeständig.
Warum zersetzen sich meine „kompostierbaren“ Behälter nicht?
Der Haken an der Sache: Die meisten handelsüblichen kompostierbaren Verpackungen (insbesondere aus PLA) benötigen eine industrielle Kompostierungsanlage zum Abbau. Diese Anlagen nutzen hohe Temperaturen (60 °C) und kontrollierte Luftfeuchtigkeit, um die Materialien schnell zu schmelzen.
Wenn Ihre Kunden diese Behälter bei normalen Temperaturen im heimischen Gartenhaufen entsorgen, zersetzen sie sich nicht schnell. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Stadt über eine entsprechende Infrastruktur für die gewerbliche Kompostierung verfügt, bevor Sie größere Summen in PLA investieren!
Wie ToGoTableware dieses Problem löst
Wir lehnen den Verkauf von fälschlicherweise als „oxo-abbaubar“ beworbenen Kunststoffen ab. Jedes unserer kompostierbaren Produkte – von unseren transparenten PLA-Kaltgetränkebechern bis hin zu unseren robusten Schalen aus Zuckerrohrbagasse – ist streng zertifiziert (z. B. von BPI oder OK Compost). Wir unterstützen Restaurants dabei, das passende zertifizierte Material für ihre lokale Abfallentsorgung zu finden. [Lassen Sie Ihre Speisekarte kostenlos nachhaltig prüfen!]
Häufig gestellte Fragen: Alles, was Sie sonst noch wissen möchten
F: Sind Pappschüsseln besser als Plastikschüsseln?
A: In der Regel ja, aber Vorsicht! Viele handelsübliche Pappschalen sind mit einer versteckten PE-Kunststoffschicht ausgekleidet, um ein Auslaufen zu verhindern, wodurch sie nicht recycelbar sind. Achten Sie daher immer auf PLA-beschichtetes oder von Natur aus wasserabweisendes Papier.
F: Was ist der häufigste Abfall auf Mülldeponien?
A: Lebensmittelabfälle und Einweg-Lebensmittelverpackungen (einschließlich Styropor und nicht recycelbarer Kunststoffe) machen den größten Anteil des kommunalen Abfalls auf modernen Deponien aus.
F: Ist es günstiger, den Geschirrspüler anzuschalten oder Einwegteller zu verwenden?
A: In einem stark frequentierten Restaurantbetrieb können die Kosten für das gewerbliche Geschirrspülen (Wasser, Strom, Chemikalien und Arbeitsaufwand) manchmal die Stückkosten von billigem Einweggeschirr übersteigen. Die Umstellung auf kompostierbares Einweggeschirr ist jedoch eine Investition in den Markenwert und die Kundenbindung.




